Ortsvorsteher: Das U-17-Länderspiel hätte gerettet werden können

Rohrbach. Harte Kritik hat der Ortsvorsteher von Rohrbach, Hans Wagner (Familien-Partei), am Scheitern der Austragung eines U-17-Fußball-Länderspieles in Rohrbach geübt (wir berichteten). Wagner (Foto: SZ) spricht von „angeblichem Geldmangel“, dessentwegen die Verantwortlichen in der Verwaltungsspitze nicht bereit gewesen seien, sowieso seit langem notwendigen Pflegemaßnahmen für den Rasenplatz des SV Rohrbach, vor den beiden Toren, frei zu geben. „Die Kosten dafür dem DFB unterjubeln zu wollen, der ein hochrangiges Jugendfußballländerspiel nach St. Ingbert bringen wollte, ist mehr als ungeschickt“, meint der Ortsvorsteher.

Die von der Verwaltung genannten Kosten von 5700 Euro hätten nach Einschätzung von Jugendleiter Markus Neu durch Eigenleistungen der Vereinsmitglieder auf reine Materialkosten von etwa 1000 Euro gedrückt werden können. „Man hätte auch gemeinsam nach unkonventionellen Lösungen suchen und den Ortsrat und den Ortsvorsteher einschalten können.“ Denn hätte es sogar kurzfristig auch aus dem Ortsratsbudget Gelder zur Rasenpflege für ein solch spektakuläres Sport-Event gegeben, sagt Wagner. Wenn es um 40 000 Euro für einen Biosphärenlauf, nächstes Jahr noch einmal die gleiche Summe, 60 000 Euro für ein Kartrennen oder 12 000 Euro für Eintrittskarten bei der TOP-Party gehe, sei die Verwaltungsspitze laut Wagner nicht so zurückhaltend beim Geldausgeben. red

 


Erschienen:20.07.2010 / SZR / IGB_LOK / CLOK62_1
Ressort:Lokales
Textname:IGB_MAN.HP.CLOK62_1.ART4